22.07.2017, Stuttgart – Ein außergewöhnliches Fahrzeug trifft auf ein außergewöhnliches Flugzeug

22.06.2017, Stuttgart – Ein außergewöhnliches Fahrzeug trifft auf ein außergewöhnliches Flugzeug

Im Rahmen der von der Toyota Motor Europe NV/SA organisierten Wasserstoff-Deutschlandtour, besuchte das Mirai Team das Institut für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Am Standort Stuttgart war die Begeisterung der rund 40 angereisten Journalisten deutlich zu spüren, als Ihnen die Fähigkeiten der neuartigen Antriebstechnologie, nicht nur am Boden, sondern auch in  greifbaren Luftfahrtanwendungen präsentiert wurde.

Emissionsfreie Antriebe sind jedem im terrestrischen Kurzstreckenverkehr bereits bekannt. Doch um die Akzeptanz der Bevölkerung zu steigern, müssen andere Technologien entwickelt werden, um auch die längeren Stecken zu überbrücken. Diese Lücke schließt Wasserstoff in Kombination mit der Brennstoffzellentechnologie. Mit dem Fahrzeug Mirai präsentiert Toyota eine Anwendung die bereits in Kleinserie produziert wird. Mit einer Reichweite von 500km und einer Betankungszeit von 3 Minuten zeigt das Konzept, dass auch hohe Reichweiten emissionsfrei zurückgelegt werden können. Die  Wasserstoff- Brennstoffzellentechnologie ist jedoch auch für Luftfahrtanwendungen geeignet. Die Hy4 der H2Fly GmbH zeigt , dass es möglich ist 4 Passagiere im Flugzeug leise, stau- und emissionsfrei über längere Strecken zu transportieren. „Mit der Wasserstoff/Brennstoffzellentechnologie haben wir jetzt die Chance, unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden und die Kurzstrecken bis ca. 1000km mit emissionsfreien Luftfahrzeugen zu bedienen. Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft ist unbegrenzt vorhanden und somit der Schlüssel für emissionsfreie Passagierflüge“, führt Thomas Stephan als Geschäftsführer der H2fly GmbH aus und erklärt das Zukunftspotential der Hy4. Prof. Josef Kallo, Institutsleiter für Energiewandlung und –Speicherung der Universität Ulm sowie Koordinator für elektrische Luftfahrzeugaktivitäten am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wagt darüberhinaus einen Blick in die Zukunft. „Auch international wird sich die Hybridtechnologie aus Wasserstoffbrennstoffzelle und Batterien weiter durchsetzen. Denkbar sind Maschinen mit bis zu 40 Passagieren und einer Reichweite von 2000km bei 500km/h. Wir setzen hier mit dem Betrieb der Technik im Luftfahrzeug wichtige Akzente, ich bin davon überzeugt, dass die Wasserstofftechnologie dem Standort Deutschland zukünftig Wettbewerbsvorteile sichern und unsere Position im internationalen Markt stärken wird.“ Alle beteiligten sind sich offensichtlich in vollem Umfang über die zukunftsweisenden Eigenschaften der Wasserstofftechnologie bewusst und hoffen mit dieser erfolgreichen Zusammenkunft zweier wegweisender Anwendungen gezeigt zu haben, dass es möglich ist, die Anforderungen des  zukünftigen Passagiertransports nachhaltig, leise und emissionsfrei bedienen zu können.